Eine durchdachte Bürobeleuchtung ist weit mehr als ein ästhetisches Detail. Sie beeinflusst die Konzentration, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aller Mitarbeitenden direkt. Wer die Beleuchtung im Büro gezielt plant, schafft Arbeitsbedingungen, die langfristig produktiv und gesund sind. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie die richtige Bürobeleuchtung für verschiedene Zonen auswählen und umsetzen.
Bürozonen und ihre Lichtanforderungen bestimmen
Bevor Sie konkrete Leuchten oder Lichtfarben auswählen, analysieren Sie zunächst, welche Zonen Ihr Büro umfasst und welche Tätigkeiten dort stattfinden. Unterschiedliche Bereiche stellen grundsätzlich verschiedene Anforderungen an die Arbeitsplatzbeleuchtung.
- Erfassen Sie alle Raumzonen: konzentriertes Arbeiten am Schreibtisch, Besprechungsräume, Empfangsbereiche, Pausenzonen und Flure.
- Notieren Sie die typischen Tätigkeiten je Zone: Lesen, Bildschirmarbeit, Kommunikation, Entspannung oder Orientierung.
- Prüfen Sie, ob Zonen multifunktional genutzt werden, zum Beispiel ein Raum, der sowohl für Einzelarbeit als auch für Meetings dient.
Nach diesem Schritt haben Sie eine klare Übersicht, welche Bereiche intensive Beleuchtung benötigen und wo gedimmtes, atmosphärisches Licht ausreicht. Diese Grundlage ist entscheidend, damit die spätere Planung präzise auf die tatsächlichen Nutzungsanforderungen abgestimmt ist.
Die richtige Lichtfarbe und Lichtintensität je Zone wählen
Wählen Sie Lichtfarbe und Beleuchtungsstärke anhand der Anforderungen, die Sie in Schritt eins ermittelt haben. Beide Parameter wirken sich unmittelbar auf Konzentration und Wohlbefinden aus.
Lichtfarbe (Farbtemperatur)
Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) angegeben und reicht von warmweiß bis tageslichtweiß:
- 2.700 bis 3.000 K (warmweiß): Geeignet für Pausenzonen und Empfangsbereiche, wo eine einladende Atmosphäre gewünscht ist.
- 3.500 bis 4.000 K (neutralweiß): Universell einsetzbar, ideal für Besprechungsräume und offene Arbeitsbereiche.
- 5.000 bis 6.500 K (tageslichtweiß): Fördert Konzentration und Wachheit, empfehlenswert für intensive Bildschirmarbeit und Präzisionstätigkeiten.
Beleuchtungsstärke (Lux)
Für die ergonomische Beleuchtung im Büro empfehlen einschlägige Normen wie die EN 12464-1 folgende Richtwerte:
- Schreibtischarbeitsplätze: Mindestens 500 Lux auf der Arbeitsfläche.
- Besprechungsräume: 300 bis 500 Lux, je nach Nutzungsintensität.
- Flure und Empfang: 100 bis 300 Lux für sichere Orientierung.
- Pausenzonen: 100 bis 200 Lux für eine entspannte Atmosphäre.
Prüfen Sie nach der Auswahl, ob die geplanten Werte für alle Nutzerinnen und Nutzer angenehm sind. Besonders bei gemischten Altersgruppen kann ein höherer Luxwert sinnvoll sein, da das Auge mit zunehmendem Alter mehr Licht benötigt.
Direkte und indirekte Beleuchtung gezielt kombinieren
Kombinieren Sie direkte und indirekte Lichtquellen, um Blendung zu vermeiden und ein gleichmäßiges, angenehmes Lichtniveau zu erreichen. Rein direkte Beleuchtung erzeugt harte Schatten und hohe Kontraste, die auf Dauer ermüden.
- Direkte Beleuchtung richtet Licht gezielt auf die Arbeitsfläche. Nutzen Sie sie für Schreibtischleuchten und aufgabenorientierte Bereiche.
- Indirekte Beleuchtung reflektiert Licht über Decke oder Wände und sorgt für eine gleichmäßige Grundhelligkeit ohne Blendung. Pendelleuchten mit nach oben gerichtetem Lichtanteil sind hier besonders wirksam.
- Akzentbeleuchtung setzt optische Schwerpunkte, etwa an Empfangstheken oder in Präsentationsbereichen, und unterstützt die räumliche Orientierung.
Eine bewährte Faustregel: Planen Sie für Büroarbeitsbereiche einen Anteil von etwa 30 bis 50 Prozent indirektem Licht. So entsteht ein ausgewogenes Verhältnis, das Blendung minimiert und gleichzeitig ausreichend Helligkeit für konzentriertes Arbeiten bietet. Achten Sie darauf, dass Bildschirme nicht direkt von Leuchten angestrahlt werden, um störende Reflexionen zu vermeiden.
Tageslichtverhältnisse in die Planung einbeziehen
Berücksichtigen Sie die natürliche Lichtsituation Ihrer Räume, bevor Sie die künstliche Beleuchtung festlegen. Tageslicht wirkt sich positiv auf den Biorhythmus aus und reduziert den Energieverbrauch der künstlichen Beleuchtung erheblich.
- Ermitteln Sie die Himmelsausrichtung der Fenster: Südfenster liefern intensive direkte Sonneneinstrahlung, Nordfenster gleichmäßiges, diffuses Licht.
- Prüfen Sie, ob Sonnenschutzmaßnahmen wie Jalousien oder Folien notwendig sind, um Blendung an Bildschirmen zu verhindern.
- Planen Sie tageslichtabhängige Steuerungssysteme ein: Sensoren messen die vorhandene Helligkeit und dimmen die künstliche Beleuchtung automatisch, wenn ausreichend Tageslicht vorhanden ist.
- Positionieren Sie Arbeitsplätze möglichst parallel zum Fenster, nicht mit dem Rücken oder direkt gegenüber, um Blendung und Gegenlicht zu vermeiden.
Mit einer tageslichtgesteuerten Beleuchtungslösung lassen sich Energiekosten spürbar senken und gleichzeitig konstant gute Lichtverhältnisse gewährleisten. Besonders in Büros mit großen Fensterfronten ist diese Investition langfristig sinnvoll.
Beleuchtungslösung auswählen und umsetzen
Setzen Sie die gesammelten Informationen nun in eine konkrete Planung um. Mit den Erkenntnissen aus den vorherigen Schritten können Sie gezielt Produkte und Systeme auswählen, die zu den jeweiligen Bürozonen passen.
- Erstellen Sie einen Raumplan, in dem Sie für jede Zone die gewünschte Lichtfarbe, Beleuchtungsstärke und den Leuchtentyp festhalten.
- Entscheiden Sie sich für LED-Technologie: Sie bietet hohe Effizienz, lange Lebensdauer und ist in allen Farbtemperaturen verfügbar.
- Planen Sie Steuerungsmöglichkeiten ein: Dimmer, Zeitschaltuhren oder Smart-Lighting-Systeme ermöglichen flexible Anpassungen an verschiedene Nutzungsszenarien.
- Lassen Sie die Installation von einer Fachkraft durchführen, insbesondere wenn Deckenmontagen oder neue Elektroleitungen erforderlich sind.
- Testen Sie die fertige Beleuchtung unter realen Bedingungen und passen Sie Helligkeit oder Positionierung bei Bedarf an.
Überprüfen Sie nach der Umsetzung, ob alle Mitarbeitenden die Lichtverhältnisse als angenehm empfinden. Holen Sie gezielt Rückmeldungen ein, besonders von Personen, die viel Zeit an Bildschirmarbeitsplätzen verbringen. Eine gut geplante ergonomische Büroeinrichtung schließt die Beleuchtung als wesentlichen Bestandteil immer mit ein.
Wie Büro Albers Sie bei der Bürobeleuchtung unterstützt
Eine professionelle Bürobeleuchtung zu planen ist komplex, weil Raumgeometrie, Nutzungsanforderungen, Tageslicht und Technik ineinandergreifen müssen. Genau hier setzen wir von Büro Albers an. Als Full-Service-Partner für Büroplanung und Raumgestaltung begleiten wir Sie von der ersten Analyse bis zur fertigen Umsetzung.
- Bedarfsanalyse: Wir ermitteln gemeinsam mit Ihnen die Lichtanforderungen aller Bürozonen.
- Lichtplanung: Wir entwickeln ein auf Ihre Räume abgestimmtes Beleuchtungskonzept, das ergonomische Normen erfüllt und Energieeffizienz berücksichtigt.
- Produktauswahl: Aus unserem umfangreichen Sortiment wählen wir die passenden Leuchten, Steuerungssysteme und LED-Lösungen für jede Zone aus.
- Lieferung und Montage: Unser Team liefert und installiert die Beleuchtung termingerecht, sodass Sie sich um nichts kümmern müssen.
Ob Neubau, Umbau oder Modernisierung eines bestehenden Büros: Wir unterstützen Sie mit über 75 Jahren Erfahrung und einem persönlichen Ansprechpartner an Ihrer Seite. Kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch in unserem Showroom in Papenburg oder Meppen.
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