Die Digitalisierung von Unternehmen steht im Fokus der deutschen Wirtschaftspolitik. Um kleine und mittlere Unternehmen bei diesem wichtigen Transformationsprozess zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz das Förderprogramm „Digital Jetzt“ ins Leben gerufen. Dieses Programm bietet finanzielle Unterstützung für Digitalisierungsvorhaben und Qualifizierungsmaßnahmen.
Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Geschäftsprozesse zu digitalisieren, wissen aber nicht, welche Fördermöglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen. Das Förderprogramm „Digital Jetzt“ kann dabei eine entscheidende Rolle spielen und den Weg zur erfolgreichen Digitalisierung ebnen.
Was ist das Förderprogramm Digital Jetzt genau?
Das Förderprogramm „Digital Jetzt“ ist eine Förderinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, die kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter finanziell unterstützt. Das Programm läuft seit 2020 und stellt insgesamt mehrere hundert Millionen Euro zur Verfügung.
Die Förderung gliedert sich in zwei zentrale Module: Investitionen in digitale Technologien sowie die Qualifizierung der Beschäftigten für die digitale Transformation. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu stärken und den digitalen Wandel voranzutreiben. Das Programm wird über die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen abgewickelt und bietet sowohl Zuschüsse als auch zinsgünstige Darlehen.
Welche Unternehmen können Digital Jetzt beantragen?
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit 3 bis 499 Beschäftigten, die ihren Sitz in Deutschland haben und bereits seit mindestens zwei Jahren am Markt tätig sind. Die Unternehmen müssen außerdem die EU-Definition für KMU erfüllen und dürfen sich nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden.
Konkret bedeutet dies, dass Unternehmen einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder eine Bilanzsumme von maximal 43 Millionen Euro aufweisen müssen. Freiberufler, Einzelunternehmen mit weniger als drei Beschäftigten sowie Großunternehmen sind von der Förderung ausgeschlossen. Auch Unternehmen aus bestimmten Branchen wie der Fischerei, der Landwirtschaft oder dem Kohlebergbau können keine Förderung erhalten.
Welche Digitalisierungsmaßnahmen werden gefördert?
Gefördert werden Investitionen in digitale Technologien und Software sowie Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter im Bereich der Digitalisierung. Zu den förderfähigen Technologien gehören unter anderem Cloud-Computing-Lösungen, IT-Sicherheitssysteme, digitale Geschäftsprozesse und Datenanalysesoftware.
Im Bereich der Hardware werden beispielsweise Server, Netzwerkkomponenten und mobile Endgeräte gefördert, sofern sie für die Digitalisierung erforderlich sind. Bei der Software stehen Anwendungen für Enterprise Resource Planning, Customer Relationship Management oder E-Commerce im Fokus. Auch die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und die Einführung von Industrie-4.0-Technologien können unterstützt werden. Qualifizierungsmaßnahmen umfassen Schulungen, Weiterbildungen und Zertifizierungen der Mitarbeiter in digitalen Kompetenzen.
Wie hoch ist die Förderung bei Digital Jetzt?
Die Förderhöhe richtet sich nach der Unternehmensgröße und beträgt zwischen 25 und 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Kleine Unternehmen mit 3 bis 9 Beschäftigten erhalten bis zu 50 Prozent Förderung, mittlere Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten bis zu 40 Prozent und größere Mittelständler mit 50 bis 499 Beschäftigten bis zu 25 Prozent.
Die maximale Fördersumme liegt bei 50.000 Euro pro Unternehmen und Kalenderjahr. Dabei müssen die förderfähigen Ausgaben mindestens 17.000 Euro betragen, um eine Förderung zu erhalten. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss, der nach erfolgreichem Projektabschluss und Nachweis der Ausgaben ausgezahlt wird. Eigenleistungen des Unternehmens werden nicht als förderfähige Kosten anerkannt.
Wie läuft das Antragsverfahren für Digital Jetzt ab?
Das Antragsverfahren erfolgt ausschließlich online über das Portal der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen und gliedert sich in mehrere Phasen. Zunächst müssen Unternehmen einen Förderantrag mit detaillierter Projektbeschreibung und Kostenplan einreichen, bevor sie mit der Umsetzung beginnen.
Nach der Antragstellung prüft die Bewilligungsstelle die Förderfähigkeit und die Plausibilität des Vorhabens. Bei positiver Bewertung erhalten Unternehmen einen Zuwendungsbescheid, der zur Umsetzung des Projekts berechtigt. Während der Projektlaufzeit sind regelmäßige Zwischenberichte erforderlich. Nach Projektabschluss müssen alle Ausgaben durch Rechnungen und Belege nachgewiesen werden, bevor die Förderung ausgezahlt wird. Das gesamte Verfahren kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Wie Büro Albers bei der Digitalisierung unterstützt
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